Bachblüten zur Vorbeugung gegen den Infarkt
Schärfere Mautregeln und Überholverbote für Lastwagen empfiehlt unser Bundesverkehrsminister, um unsere Autobahnen vor einem Infarkt zu bewahren Der neue Tag (16. Juli 2008). In einem Masterplan Güterverkehr und Logistik ist die Rede davon, daß der Güterverkehr auf deutschen Straßen bis 2025 um über 70 Prozent zunimmt. Wo bisher eine Fahrspur für die Lastwagen ausreiche, seien in etwa 20 Jahren zwei Spuren notwendig.
Eine Horrormeldung für alle, die heute schon unter dem Autobahnlärm leiden. Lärm, der in erster Linie vom Güterverkehr verursacht wird. Aber auch alles andere als eine gelungene Pressemitteilung aus dem SPD-geführten Bundesverkehrsministerium. Dem werten Minister Wolfgang Tiefensee fällt angesichts solcher Arbeitspapiere, Verzeihung: Masterpläne nichts anderes ein als schärfere Mautregeln und Überholverbote für Lkws? Hat da erst vor kurzem wieder die Automobilindustrie im Ministerium vorgesprochen? Bahnchef Mehdorn kann´s nicht gewesen sein.
Wenn die Experten eine Steigerung um 300 Prozent prophezeit hätten, hätte das Ministerium vermutlich auch nicht anders reagiert. Denn die alte Idee, den Güterverkehr verstärkt auf die Schiene zu bringen, gilt ja inzwischen als Lachnummer, nachdem die Bahn Strecke um Strecke stillegt. Wir müssen wohl wirklich erst am Verkehr ersticken, ehe wir auf die Idee kommen, daß schärfere Mautregeln und Überholverbote auf Dauer so hilfreich sind, als rufe man einem Ertrinkenden zu, nur schön weiter die Arme zu bewegen, mehr könne man leider nicht für ihn tun.
Zum Weiterlesen: http://www.geowissenschaften.de/dossier-87-1.html
Foto: © NREL

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